Roman, 224 Seiten

Verlag: edition oberkassel

1. Auflage 2016

ISBN  978-3-95813-0456

als Taschenbuch und als E-Book

 

Inhalt:

Mark sitzt wegen Vergewaltigung im Gefängnis, von fast allen Freunden vergessen. Nicht von seiner Ex-Freundin Helen und Wolfgang.

Helen ist von Marks Unschuld überzeugt. Diese Janine hat ihn zum Fesselsex verführt.

Wolfgang gewinnt Martin, Anwalt aus dem Freundeskreis, ein Wiederaufnahmeverfahren auszuloten. Und er muss Janine sprechen, um ihre erste Aussage zu überdenken, vielleicht Marks Schuld zu widerlegen.

Durch Wolfgang erfährt sie, was Freundschaft bedeutet.

Die Ungewissheit über Marks Schuldanteil quält Wolfgang weiter.

Die letzte Wahrheit wissen nur Mark und Gott.

Doch wie weit trägt Freundschaft und wieviel Zweifel erträgt Freundschaft?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Roman, 236 Seiten

Verlag: edition oberkassel

1. Auflage (15. Juni 2017)

ISBN   978-3-95813-092-0

als Taschenbuch und als E-Book

 

Inhalt:

Theo ist auf Karrierekurs in einem Pharmaunternehmen. Während einer Dienstreise gerät er in ein amouröses Abenteuer. Mit Folgen: Er wird mit verräterischen Fotos erpresst. Um seine Familie und seine Karriere nicht zu gefährden, lässt er sich auf einen Deal ein. Der charmante Erpresser Jack macht sich während einer Dienstreise Theos an dessen Frau Heike und den Sohn heran. Wird Theo seine Familie halten und seine Karriere fortsetzen können?

 

 

 

 

 



Mitautor in der Anthologie

herausgegeben von Ursula Schmid-Spreer, Brigitte Lamberts und Jan Lammers

Wellhöfer Verlag, Mannheim, 2017

ISBN  978-3-95428-241-8

 

Madame Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil, bekannt unter ihrem Pseudonym George Sand,  veröffentlichte die erste, autorisierte Buchausgabe ihres Romans »Un hiver à Mallorque« 1842 im Hippolyte Souverain, Paris.

Sie schildert ihren Winterurlaub auf Mallorca/ Valledemossa mit ihren Kindern und Chopin in schillernden Farben aber ebenso mit herber Kritik. So beschreibt sie den Sakristan, den ehemaligen Küster des Klosters "als nicht im geringsten gutaussehend, gab er sich doch als Dandy."

Einen Helfer des Apothekers erwähnt sie in ihrem Roman nicht. Vielleicht, weil sie sein Gitarrenspiel nicht hörte, ihn übersah oder als Dame ein Interesse nicht bekunden wollte. Doch er spielte eine wesentliche Rolle:

 

Leseprobe Seite 136:  Belladonna

 

Jetzt habe ich es verstanden. Zu spät – ich werde sterben. Vielleicht findet sie mich und nimmt mich auf in ihren Armen – ein letztes Mal – zum ersten Mal.

Noch bleibt Zeit, alles zu begreifen:

Eine Madame aus Frankreich sei auf der Kartause eingetroffen, hieß es. Zwei Kinder und einen Mann habe sie dabei. Sie hätten die vierte Zelle mit drei kleinen Räumen belegt.

… Der Mann der Madame hustet ständig. Der Junge sieht ebenfalls nicht gesund aus. Die Klosterapotheke blieb nach der Auflösung des Ordens noch in Betrieb. Der ehemalige Apotheker-Mönch träumt gerne von der Zeit, die er hier mit seinen Ordensbrüdern verbrachte. Seinen Beruf konnte er behalten und die Apothekenräume. Er lebt sehr zurückgezogen. Ich arbeite gelegentlich für ihn.

… Seit Madame, er nennt sie gerne so, Medizin bei ihm holt, spricht er gelegentlich von ihr.

Sie scheint sehr klug und weit herumgekommen zu sein. Und sie ist wunderschön.

Ich habe einen Zugang zu dem kleinen Rosengarten vor ihrer Zelle gefunden. Man kann von dort ins Zimmer der Madame sehen. Sie hat volles, schwarzes Haar, das ihre hohe Stirn frei lässt. Und ebenso dunkle, sanfte Augen mit einem Blick, der mich wahnsinnig macht. Ich hoffe so sehr, dass ich ihr auffalle und ihr Interesse finde. Tagelang habe ich sie beobachtet, sehne mich so sehr nach ihr.

… Nach einigen Tagen hörte man aus einem Raum ihrer Zelle zauberhafte Klänge eines Instrumentes, kraftvoller, als ich sie meiner Gitarre entlocke. Von einem Piano, einem Klavier aus Frankreich, wie der Apotheker mir erklärte. Der schwächliche, oft hustende Mann, den sie mitgebracht hat, kann so wunderschön spielen. Ich glaube, ich bin eifersüchtig.

… Vielleicht könnte sie mein Gitarrenspiel ebenso fesseln? Wenn sie am Fenster erscheint, beginnt mein Blut zu kochen (Ende der Leseprobe).

 

Der Autor bittet um Verständnis, dass hier noch nicht verraten wird, ob Madame dem Werben des unbekannten Liebhabers erliegt oder ob es schlimmer ausgeht.

 

 

Mitautor in der Anthologie

herausgegeben von Ursula Schmid-Spreer und Brigitte Lamberts

Wellhöfer Verlag, Mannheim, 2016 

ISBN  978-3-95428-188-6

 

Leseprobe: Dem Lockruf erlegen:

 

Freddy Fist, Restaurator, zieht es immer wieder nach Mallorca.

„Früher verbrachten wir jedes Jahr vier, fünf Monate hier auf unserer Finca.“

Er schien froh, jemanden gefunden zu haben, der zuhörte.

„Jetzt bin ich nur gelegentlich hier – meine Ex hat sich die Finca unter den Nagel gerissen – einen Piloten von so einem Flugservice für Geschäftsleute hat sie sich ins Bett geholt.“

Freddy schenkte aus der Brandyflasche nach: „Die wird sich noch wundern, das Luder!“

 


Mitautor in der Anthologie

herausgegeben von Ursula Schmid-Spreer und Kerstin Lange

Verlag: art&words, Nürnberg, 2013

 

ISBN  978-3-943140-27-9   und als E-Book

 

Kurzgeschichte Carpe Diem (Leseprobe):

 

…Ich saß in meiner Wohnung in der Saubertstraße vor meinem Notebook. Der Cursor blinkte fordernd am Anfang der leeren Seite. Ich hatte das Fenster weit geöffnet. Hyazinthen- und Narzissenduft drang aus dem Garten herein, vertrieb die letzten Gedanken an dunkle Wintertage. Nur frische, zündende Ideen wollten nicht aufkommen. Für einen Autor ein quälender Zustand.

 

Und jetzt lenkte mich auch noch diese freche Stechmücke ab.

Darf es denn um diese Zeit schon Mücken geben?

 

Vielleicht als blinder Passagier einer Fernreise eingeschleppt.

Sie ließ sich auf meiner linken Hand nieder, ich hob die rechte zum Schlag - hielt inne.

Sie flog auf, drehte eine kühne Pirouette vor meinem Kopf, lockte mich, ihrem Summen zu lauschen.

Tragen Mücken nicht manchmal Krankheitserreger mit sich? Sowas hatte ich neulich doch gelesen.

Malaria fiel mir ein. Weltweit sterben daran etwa eine Million Menschen, hieß es. Diese Krankheit ist tückisch. Besonders die Malaria Tropica mit ihren unregelmäßig auftretenden, heftigen Fieberschüben, die einem kaum Zeit zur Erholung lassen. Früher soll die Krankheit sogar hier, in den Flussauen zwischen Nürnberg und Erlangen, heimisch gewesen sein. Aber heute, in unseren Breitengraden?

 

Sie hatte sich jetzt auf meiner Wange niedergelassen. Als ob sie mir etwas zuflüstern wollte. Warum stach sie nicht zu?

„Machen wir einen Deal. Ich brauch dein Blut, du brauchst frische Ideen!“

Ich erinnerte mich an das Märchen mit dem Froschkönig.

„Ja, ja, jetzt muss ich dich wohl küssen.“

„Unsere Lage ist ernst, entscheide dich!“

Sie hatte Recht. Ich konnte eine Muse gebrauchen und so ein bisschen Blut sollte ich entbehren können. Ein Pakt mit dem Teufel war es schließlich nicht.

„Okay, dann lass uns Freunde sein!“

Sie sprach mit zarter Stimme: „Ich heiße Carpe Diem.“

Wir vereinbarten die Mahlzeiten vor dem Schlafengehen so gegen Zehn. Dann schwirrte sie ab.

Am nächsten Tag platzte fast mein Kopf vor lauter neuen Einfällen. Ich schrieb jede Idee, jede Sentenz, jede Metapher auf, um nichts zu vergessen.

 

Am dritten Tag floss die Quelle meiner Einfälle dann deutlich schwächer, es fiel mir wieder schwer, mich zu konzentrieren. Ich sehnte mein inspirierendes Mückenmädchen herbei. Ich wartete den ganzen Abend, hatte das Fenster weit geöffnet. Endlich, kurz vor Mitternacht landete sie erschöpft auf meinem Oberarm.

„Danke“, flüsterte ich ihr zu.

 

Sie schien an einer Konversation nicht interessiert, labte sich still an meinem Arm, flog flugs davon ...

 

 


Mitautor in der Anthologie STREITPUNKTE

Herausgeber: Freundeskreis Düsseldorfer Buch ´75 e.V.

ISBN  978-3-00-056701-8

 

Leseprobe: Hanna & Hannes

 

Der Tag verging wie die anderen davor. Hannes und Hanna richteten sich auf einen gemütlichen Abend ein. Sie hatten einen Hund angeschafft, aus dem Tierheim, einen Airedalrüden. Die Kinder waren längst aus dem Haus. Der Hund sollte etwas Bewegung in ihr Leben bringen.

"Schatz, gehst du mit dem Hund raus?"

Es hatte zu regnen begonnen.

"Es regnet, ich warte noch ein Weilchen!"

"Er muss schon!"

"Nö, der liegt völlig entspannt neben mir"

"Dann machst DU aber alles weg!"

 

Mitautor in der Krimi-Anthologie

aus dem Verlag

art&words, Nürnberg, 2018

 

ISBN 978-3-943140-59-0

auch als E-Book erhältlich

 

 

In der noblen Seniorenresidenz geht es selten beschaulich zu. Bewohner gehen, neue kommen. Und doch, hier läuft alles anders!

Denn wagt man einen Blick hinter die herrschaftliche Fassade ist hier nichts geruhsam oder gar harmonisch. Da wird gezankt intrigiert und auf seine Anrechte bestanden. Neid Eifersucht, Gier und Rachegelüste treiben ihre Blüten.

 

So in der Kurzgeschichte S. 117

Hahnenkampf beim Tanztee:

 

... Der Graf beobachtete das Tanzpaar mit Argwohn. Bahnte sich da was an? Festen Schrittes ging er auf die beiden zu und wollte den Neuen abklatschen... Frau von Silberstein wechselte mit ihrem Tanzpartner zum Fenster. Herr Meyer legte den Arm um ihre Taille, sie wehrte es nicht ab.

... Der Graf verstand. Er hatte verloren. In seiner Jugend hätte er, ohne nachzudenken, zum Duell aufgefordert. Jetzt im Alter sollte seine Reaktion ausgereifter sein. Aber kampflos aufgeben wollte er nicht.

 

 

 

Mitautor in der Anthologie

herausgegeben von Peter Hellinger

Verlag: art&words, Nürnberg, 2014

ISBN 978-3-943140-33-0

und als E-Book

 

 

Leseprobe S. 85: Eine Hoffnung ärmer

 

… Ein fieser, unangenehmer Kerl dieser Siegfried Krötz, unser Hausmeister. Kein Wunder, dass ihn niemand leiden konnte, dass er allein lebte.

Beim Einzug habe ich mich freundlich vorgestellt, „Ich bin Manni“, ihn mit Siegfried angesprochen. Er wies mich sofort zurecht.

„Für Sie: Herr Krötz, wenn Sie Hilfe brauchen: Herr Hausmeister, aber nur in Notfällen, bitteschön!“

Ich war damals neu in Nürnberg, alleine und hoffte auf ein friedfertiges Auskommen mit den Hausbewohnern und vor allem mit dem Hausmeister. Er hat ungefähr mein Alter, also etwa 55.

Haus und Umgebung gefielen mir sehr. Den Wörder See vor Augen, wenn ich aus dem zweiten Stock nach unten blickte. Die Wohnung mit der Einbauküche vom Vormieter sauber hinterlassen, mit vier Tellern, ein paar Weingläsern und Besteck in den Schubladen. Und ein

Nudelholz – ob ich es je benutzen würde?

Nur wenn der Aufzug ausfiel, kam Stress in mein sonst ruhiges Leben. Kein Herr Krötz, kein Herr Hausmeister war dann zugegen, wenn ich mich die Treppen hochschleppen musste. Mit meinem kaputten Bein schaffte ich fast nur ein Stockwerk, dann waren die Schmerzen so heftig, dass ich mich auf die Treppenstufen setzen musste.

Meinen Klappstuhl, den ich auf halber Höhe bereitstellte, hat Krötz sofort entsorgt.

Dabei benutzte ihn mein Nachbar unterm Dach, dieser Sektenmensch mit dem Hüftleiden ebenfalls gelegentlich.

 

„Möbel nur in der Wohnung!“

Eine Erklärung lies Krötz nicht zu …

 


 Kurzgeschichten, 200 Seiten

 

ImPrint Verlag, Münster

3. Auflage 2013

ISBN 978-3-936536-51-5

Als Taschenbuch und als E-Book

 

13 Kurzgeschichten entführen in kuriose Situationen weltlicher und kirchlicher Feste oder Feierlichkeiten, die man so hoffentlich nie erlebt hat.

Die Protagonisten in diesen Geschichten fallen tief, kommen nicht immer geläutert oder abgeklärt wieder auf die Beine: Eine Rosenhochzeit fällt ins Wasser, der Vatertagsausflug in Ungnade, eine Taufe endet in höllischem Gelächter.

 


Mitautor in der Anthologie

herausgegeben vom Kulmbacher Literturverein e.V.

Verlag: Leben in der Sprache, Presseck, 2017,  ISBN  978-3-940911-75-9  

 

Leseprobe: "Ein Auge für das kleine Glück"

 

Der erste Tag der Sommerferien war angebrochen. Wir durften endlich einmal länger schlafen. Doch ich wachte bereits gegen sechs Uhr auf, verspürte einen unwidersteh-lichen Heisshunger. Heimlich schlich ich zur Küche...


 

Mitautor in der Anthologie zu

30 Jahre BVjA

 

Edition BVjA, 2018

 

ISSN:0947-1103

 

 

 Leseprobe aus Kaninchenfutter

 

Seit Opas Tod hatte ich Hermine nicht mehr besucht. Dabei bemerkte sie bei jeder Gelegenheit, ich sei ihr Lieblingsenkel. Sie hatte ja nur mich.

 

Oma besaß so ihren eigenen Humor und bestand darauf, sie Hermine zu nennen. Sie trat gerne mit einem pinkfarbenen Hütchen auf, etwas schräg über ihrem Dutt gesteckt. Ihre Freundinnen trugen ebenfalls Hüte bei den Sessions, wie sie ihre Treffen nannte. Als Opa noch lebte, fütterte er währenddessen die Hühner, zwei Ziegen und die Kaninchen.

 

Nach Opas Tod hatte Hermine fast immer Sessions, wenn ich sie anrief.  Da wollte ich nicht stören.

 

…Ich verschob den Besuch ein paar Monate bis zu ihrem Geburtstag. Ein guter Grund persönlich zu gratulieren.

 

Das Haupthaus und die Scheune waren von der Straße her kaum zu erkennen.

Im Hof standen vier Autos: Eins in lila, zwei in himmelblau und ein grasgrüner Manta, alles ältere Modelle und vermutlich nachlackiert. Das Scheunentor stand geschlossen. Zu Opas Zeiten unüblich. Da rannten die Hühner gaggernd rein und raus.

 

Jetzt wirkte alles wie verlassen, wenn nicht die skurrilen Pkws vor dem Haus gewesen wären.

 

Auf mein Klingeln und Klopfen an der verschlossenen Haustür rührte sich nichts. Ich lief um das Haus herum und spähte durch das Fenster zur guten Stube.

 

Da saßen sie, Hermines Freundinnen, jede eine Zigarette in der Hand und pafften Rauchkringel in die Luft. Ich klopfte heftig an die Scheibe. Sie wurden aufmerksam und winkten mir zu. Eine zog ihren Hut und schwenkte ihn in meine Richtung. Oma, also Hermine, sprang auf und gab mir Zeichen, zur Eingangstür zurückzugehen.

 

»Mein Lieblingsenkel!«, trällerte sie. »So schön, dass du mich besuchst!«

 

»Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!«

 

»Schell rein, wir haben eine Session - die freuen sich, wenn ein junger Mann kommt.«

 

Die gute Stube durchzog ein süßlicher Geruch.

 

»Ein netter junger Mann - dein Schatz?«, kicherte die Greisin mit einer Pfauenfeder am Hut. Hermine wies auf den freien Stuhl. Die Damen rechts und links davon drückten mir Küsschen auf die Wangen. Die zur Linken bot mir einen Zug aus ihrer Zigarette an, eine andere ein Plätzchen aus der Glasschale am Tisch. Beides wies ich ab.

 

»So ein bescheidener Junge«, gurrten sie unisono. Oma Hermine schenkte mir Tee ein. »Die Plätzchen sind lecker, mein Spezialrezept.“

 

Die Runde kicherte. So ganz sicher war ich mir später nicht mehr, ob sie mich noch zum Rauchen verführt hatten. Aber ich behielt den Besuch in wohliger Erinnerung…